Landwirtschaftliche Buchstelle Steuerberatung für Landwirte

Aktuelles

Versandpauschale für Sachbezug – In die Freigrenze von 44 Euro einrechnen?

Eine Speditionsfirma gewährte ihren Mitarbeitern Sachprämien in Form von Unterhaltungselektronik, Werkzeugen, Kosmetik, Bekleidung, Lebensmitteln und Haushaltsgeräten. Hierzu bediente sie sich eines Versandunternehmens. Jeder bezugsberechtigte Arbeitnehmer konnte über einen Onlinezugang monatlich aus der Angebotspalette eines Online-Anbieters einen Sachbezug auswählen. Anschließend bestellte die Firma die Ware bei dem Online-Versender; der Firma wurden die Sachbezüge in Rechnung gestellt. […]

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Nachträgliches Bekanntwerden „neuer Tatsachen“ Der maßgebliche Zeitpunkt

Nach der Bestimmung des § 173 Abs. 1 Nr. 1 Abgabenordnung (AO) sind Steuerbescheide zu ändern, soweit Tatsachen oder Beweismittel nachträglich bekannt werden, die zu einer höheren Steuer führen. Diese Regelung gilt gleichermaßen für die Änderung der Ablehnung eines Antrags auf Steuerfestsetzung. Maßgebender Zeitpunkt, ob Tatsachen „nachträglich“ bekannt werden, ist der Erlass des Bescheides. Sind Tatsachen […]

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Grunderwerbsteuer bei Flächenkauf durch forstwirtschaftlichen Betrieb

Ein Land- und Forstwirt erwarb zur Vergrößerung seines forstwirtschaftlichen Betriebes verschiedene Waldflächen. Der Gesamtkaufpreis wurde aufgeteilt auf die erworbenen Flurstücke und für jedes Flurstück in einen Anteil für den Boden und den Aufwuchs. Im Grunderwerbsteuerbescheid setzte das Finanzamt aber als Gegenleistung jeweils den Wert für Boden und Aufwuchs fest. Die dagegen gerichtete Klage beim Finanzgericht […]

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Umsatzsteuerliche Behandlung der Überlassung von Vieheinheiten

Kläger eines vor dem Finanzgericht Düsseldorf (Az.: 1 K 1018/16 U) verhandelten Falles ist ein hauptberuflicher Land- und Forstwirt. Daneben ist er Komplementär der aus ihm und einem Kommanditisten bestehenden Kommanditgesellschaft (KG), die einen Betrieb in Form einer Tierhaltungskooperation gemäß § 51 a Bewertungsgesetz (BewG) betreibt. Streitig war, ob gesellschaftsvertraglich vereinbarte Vorabgewinnanteile, die der Kläger für […]

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Abgrenzung Zerschlagung/Verkleinerung eines landwirtschaftlichen Betriebs

Streitig war in einem vor dem Finanzgericht Münster verhandelten Fall (Az.: 7 K 802/18 E), ob ein auf zwei Kinder zeitgleich übertragener ruhender landwirtschaftlicher Betrieb verkleinert oder zerschlagen wurde. Das Urteil: Durch die Übertragung der Grundstücke wurde der Betrieb zerschlagen. Eine Betriebsaufgabe i. S. d. Einkommensteuergesetzes liegt vor, wenn sich ein Steuerpflichtiger entschließt, seine betriebliche […]

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Grundstücksenteignung Kein privates Veräußerungsgeschäft

Der Eigentumsverlust durch Enteignung ist keine Veräußerung i. S. des § 23 EStG (Private Veräußerungsgeschäfte). Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, da der Entzug des Eigentums ohne maßgeblichen Einfluss des Steuerpflichtigen stattfindet (Az.: IX R 28/18). Im Streitfall hatte der Kläger an einem unbebauten Grundstück im Jahr 2005 einen zusätzlichen Miteigentumsanteil durch Zuschlag in der Zwangsversteigerung […]

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Sargträger als Arbeitnehmer

Ein Arbeitsverhältnis der Stadt mit Sargträgern liegt dann nicht vor, wenn die Hinterbliebenen ein Vertragsverhältnis mit den Sargträgern eingehen – so das Niedersächsische Finanzgericht (Az.: 14 K 49/16). Der Lohnsteuernachforderungsbescheid war rechtswidrig. Aus den Urteilsgründen: „Es bestehen auch keine genügenden Anhaltspunkte dahingehend, dass die Sargträger in der Gestaltung ihrer Arbeit weisungsabhängig waren. Zwar bestanden gewisse Vorgaben, […]

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Segway-Touren auf Waldwegen?

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat in einem Eilverfahren  (Az.: 11 S 73.18) die Beschwerde eines gewerblichen Veranstalters zurückgewiesen, dem die untere Forstbehörde untersagt hatte, den Wald allein oder mit Gästen mit sog. Segways zu befahren. Der Antragsteller veranstaltet Offroad-Touren mit Segways durch die Wälder der Schorfheide, bei denen neben öffentlichen Straßen auch Waldwege benutzt werden. Die […]

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Rückgängigmachung eines IAB

In einem vorläufig noch nicht rechtskräftigen Urteil hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az.: 3 K 1658/18), dass ein Investitionsabzugsbetrag (IAB) auch bei Anschaffung bzw. Herstellung des begünstigten Wirtschaftsguts, aber unterbliebener Hinzurechnung, rückgängig gemacht werden kann. Maßgebend für den Richterspruch ist § 7g Abs. 3 Satz 1 EStG 2008: Danach ist der Abzug eines IAB nach Absatz […]

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Gemischt genutzte Gebäude Aufteilung von Vorsteuerbeträgen

Nach einem rechtskräftigem Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf (Az.: 1 K 2798/16 U) ist der objektbezogene Flächenschlüssel zur Aufteilung von Vorsteuerbeträgen bei gemischt genutzten Gebäuden sachgerecht. Er ermöglicht in der Regel eine präzisere Berechnung als die in der EWG-Richtlinie 77/388 vorgesehene Aufteilung der Vorsteuerbeträge nach den Gesamtumsätzen des Unternehmens. Denn Maßstab für die Aufteilung der Vorsteuerbeträge […]

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